FAQ: Häufig gestellte Fragen

1. Nichtexistierende MwSt-Nummer Die Plattform SdI prüft die Rechnungen, die der Lieferant bzw. Rechnungsaussteller zur Versendung übermittelt. Im Falle von nichtexistierenden MwSt-Nummern oder Steuernummern wird die Rechnung abgelehnt, und sie gilt als nicht ausgestellt. Sie wird hingegen angenommen, falls die MwSt-Nummer existiert hat und abgemeldet worden ist oder wenn es sich um die Steuernummer einer verstorbenen Person handelt. (Quelle SWZ vom 07.12.2018)
2. Rechnungen an Nichtansässige mit Registrierung Die nichtansässigen, in Italien registrierten Unternehmen sind grundsätzlich von der elektronischen Rechnung befreit. Die Rechnungen, die an diese registrierten Steuerpflichtigen ausgestellt werden, können in elektronischer Form über das SdI ausgestellt werden. Wenn sie auf Papier ausgestellt werden, sind diese in der Meldung der Auslandsrechnungen (esterometro) anzugeben. Im Falle der elektronischen Rechnung hat man die italienische MwSt-Nummer und den Code „0000000" anzuführen. (Quelle SWZ vom 07.12.2018)
3. Pro-Forma-Rechnung Auch für die Dienstleistungen ist die aufgeschobene Fakturierung möglich. Als Beleg, mit welchem die Beschreibung und die Leistungserbringung festgehalten werden, kann auch die Pro-Forma-Rechnung oder Honoraranzeige verwendet werden. Die Antwort ist gerade mit Bezug auf die Freiberufler nicht schlüssig, zumal bei diesen sich die Umsatztätigung erst bei der Zahlung ergibt. (Quelle SWZ vom 07.12.2018)
4. Rechnungen der Pauschalbesteuerten Man bestätigt, dass die von den pauschalbesteuerten Unternehmen und Freiberuflern ausgestellten Rechnungen, die bekanntlich von der elektronischen Rechnung befreit sind, nicht der Einnahmenagentur zu melden sind. Diese Informationen gehen demnach der Einnahmenagentur verloren.
Wenn ein Pauschalbesteuerter freiwillig elektronische Rechnungen ausgestellt hat (nicht steuerbar, Code N2) und die Schwelle von 30.000 Euro um mehr als 50 Prozent überschreitet, verliert er offensichtlich die Pauschalierung und er hat mit MwSt abzurechnen. In diesem Fall hat man anhand der Vorlage für die vereinfachte Rechnung eine Belastungsnote für die MwSt auszustellen. (Quelle SWZ vom 07.12.2018)
5. Trotzdem Intra-Meldung Auf die Frage, ob bei innergemeinschaftlichen Lieferungen und Dienstleistungen, für welche die Rechnungen an das SdI übermittelt werden (Code XXXXXXX), trotzdem die Intra-Meldung erforderlich ist, antwortet man mit den Befreiungen für die innergemeinschaftlichen Erwerbe und mit dem Verweis auf die Verordnung vom 25. September 2017. Daraus kann man entnehmen, dass die Intra-Meldungen auch weiterhin notwendig sind, trotz der elektronischen Rechnung. (Quelle SWZ vom 07.12.2018)
6. Rechnungsdatum Im ersten Halbjahr 2019 gibt es keine Verwaltungsstrafen für verspätet ausgestellte Rechnungen, wenn die entsprechende MwSt in der Abrechnungsperiode der Umsatztätigung abgeführt wird. Es kann dann eine Abweichung zwischen Rechnungs- und Versendungsdatum geben. Beispiel: Inkasso am 20. Jänner (z.B. für Vorauszahlung oder Dienstleistung), Rechnungsdatum 20. Jänner und Versendung der Rechnung am 15. Februar. Die MwSt wird mit der Jännerabrechnung am 16. Februar abgeführt. (Quelle SWZ vom 07.12.2018)
7. Eigenrechnungen Die Rechnungen für Innenumsätze (z.B. bei unterschiedlichen MwSt-Abrechnungen) sind in elektronischer Form auszustellen. Auch die Rechnungen für Eigenverbrauch sind in elektronischer Form auszustellen und an das SdI zu übermitteln. Dies auch für die Eigenrechnungen für Werbegeschenke. (Quelle SWZ vom 07.12.2018)
8. Befreite Landwirte Die befreiten Landwirte, welche die Schwelle von 7.000 Euro überschreiten, verlieren die Befreiung erst ab dem Folgejahr. Also die MwSt-Abrechnung bleibt für das Jahr der Überschreitung unverändert. Man hat in diesem Fall die Ein- und Ausgangsrechnungen aufzubewahren. Nachdem aber die Auftraggeber oder Erwerber die Umsätze durch eine elektronische Eigenrechnung abgebildet und versendet haben, ist vom Landwirt keine weitere elektronische Rechnung auszustellen. (Quelle SWZ vom 07.12.2018)
9. Keine getrennten Aufzeichnungen Ab 1. Jänner 2019 wird man neben den elektronischen Rechnungen auch noch Rechnungen auf Papier (z.B. aus dem Ausland oder von Pauschalbesteuerten) erhalten. Man bestätigt, dass für diesen Fall keine getrennten Aufzeichnungen, also keine getrennten Register erforderlich sind. Dies gilt auch für die Ausgangsrechnungen, so z.B. für Rechnungen an Nichtansässige. Man kann auch eine einzige fortlaufende Nummerierung verwenden, ohne zwischen analogen und elektronischen Rechnungen zu unterscheiden. (Quelle SWZ vom 07.12.2018)
10. Elektronische Archivierung Man bestätigt, dass bei analogen und elektronischen Rechnungen die Archivierung getrennt vorgenommen werden kann: elektronische Archivierung für die elektronischen Rechnungen, normale Aufbewahrung (wie bisher) für die anderen Rechnungen, auch wenn diese nicht getrennt aufgezeichnet werden.
Der Auftrag für die unentgeltliche elektronische Archivierung durch das SdI gilt für drei Jahre: die Archivierung bzw. Aufbewahrung der elektronischen Rechnungen erfolgt für 15 Jahre. Vor Ablauf der Dreijahresdauer erhält der Steuerpflichtige eine entsprechende Mitteilung. (Quelle SWZ vom 07.12.2018)
11. Elektronische Archivierung für die Pauschalbesteuerten Man bestätigt, dass die Pauschalbesteuerten die erhaltenen elektronischen Rechnungen nicht elektronisch archivieren müssen. Es werden dazu aber bestimmte Voraussetzungen vorgesehen, die anscheinend auf technische Probleme im SdI zurückzuführen sind: Der Kleinstunternehmer oder der Freiberufler darf nämlich seinem Lieferanten keine Empfangsadresse mitteilen, also weder eine SdI-Adresse (wenig wahrscheinlich), noch eine PEC-Adresse. Der Lieferant darf also in der Rechnung nur den Code „0000000" angeben, weil ansonsten die Rechnung an die Empfangsadresse als elektronische Rechnung übermittelt wird, die dann als solche auch zu archivieren ist. Man geht nämlich im letzteren Fall davon aus, dass der Pauschalbesteuerte freiwillig für den Empfang der elektronischen Rechnung optiert hat. Diesbezüglich wird es wohl noch zahlreiche Missverständnisse geben, auch weil die Lieferanten unter Umständen ohne Nachfrage die öffentliche PEC-Adresse des Kunden einsetzen. (Quelle SWZ vom 07.12.2018)
12. Mehrzweckvordruck Mehrzweckvordruck – Handwerker, Gasthäuser und ähnliche, welche die vorgedruckten Mehrzweckvordrucke (Steuerquittung und Steuerrechnung) verwenden, dürfen ab 1. Jänner 2019 als Rechnung (falls verlangt) nicht diesen Vordruck verwenden, sondern sie haben jedenfalls eine elektronische Rechnung auszustellen. Diese Vordrucke können als Rechnung nur von den Pauschalbesteuerten genutzt werden. (Quelle SWZ vom 07.12.2018)
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